|
Minimierung der Gesamtenergie
Der entscheidende Parameter der statischen (zeitunabhängigen) Simulation ist die Gesamtenergie des Systems.
Sie ist die Summe der Paarpotentiale zwischen allen beteiligten Atomen. Hierzu tragen auch die gefrorenen Atome bei,
ihre Positionen ändern sich aber nicht. Die Paarpotentiale
(siehe hierzu auch unter Kräfte)
wiederum sind lediglich vom Abstand des einzelnen Paares abhängig, sodass also die Gesamtenergie eine Funktion von 3N
Koordinaten ist
(N ist die Anzahl der beweglichen Atome; siehe hierzu auch unter
Aufbau von Spitze und Probe).
Durch Variation der Positionen der einzelnen Atome ändert sich also die Gesamtenergie des Systems. Gemäss
dem Minimumsprinzip ordnen sich die Atome nun so an, dass die Gesamtenergie des Systems minimal wird. Die statische
Simulation entspricht also mathematisch einer Minimum-Suche in einem 3N-dimensionalen Raum. Dieser Schritt wird
in der Simulation auch Relaxation genannt: das System gilt als relaxiert, wenn die Energie minimal ist.
Ein eizelner Simulations- resp. Relaxationsschritt besteht also darin, dass die Gesamtenergie minimiert wird
und anschliessend die neuen Koordinaten der beweglichen Atome ausgegeben wird. Weiter werden die Gesamtenergie
sowie die x -, y - und z - Kraft auf die Spitze ausgegeben, welche aus der Summe der Kräfte auf die einzelnen Atome
der Spitze bestehen.
|